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Die Machbarschaft für Social Entrepreneurs

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von ashokaaustria

Ein afrikanisches Sprichwort sagt, es braucht ein
Dorf, um ein Kind groß zu ziehen. Ein wenig ist es
auch so mit sozialen Innovationen. Auch sie brauchen
Unterstützung, Expertise, Wachstumsmöglichkeiten
und insgesamt förderliche Rahmenbedingungen. Mit vielen
Partnern bauen wir systematisch eine Nachbarschaft von
Menschen und Organisationen auf, die Neues machbar
machen wollen.

Social Entrepreneurs treten mit dem Ziel an, innovative unternehmerische Lösungen für drängende soziale Probleme zu finden und umzusetzen. Sie haben daher den Ruf von Erneuerern und Innovatoren. Weil Social Entrepreneurs systemisch denken, verankern sie ihre Ansätze unabhängig von sich in der Gesellschaft: Sie sind nicht zufrieden, wenn ihr Konzept an einem Ort funktioniert, sondern wollen das zugrunde liegende Erfolgsrezept überall dorthin bringen, wo es gebraucht wird. Und sie inspirieren Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft, sich mit Ihren Talenten einzubringen. Sie teilen die Qualitäten klassischer UnternehmerInnen aus der Wirtschaft, sind jedoch gemeinnützig orientiert.

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(c) Christian Klant

Social Entrepreneurs haben ein Geschäftsmodell, das oft teilweise von Spenden und Zuwendungen finanziert wird. Warum ist das so? Geschäftsmodelle von Social Entrepreneurs sind oft „hybrid“ – d.h. sie vereinen non-for-profit und for-profit Elemente. Soziale Wirkung, das zeigen Social Entrepreneurs vor, läßt sich teilweise über den Markt finanzieren, oft sind aber auch die öffentliche Hand und Zivilgesellschaft als Investoren gefragt, insbesondere dort, wo öffentliche Güter und Dienstleistungen im Fokus stehen. Aufgrund von Markt- und Politikversagen kann die Nachfrage nach innovativen Dienstleistungen von Social Entrepreneurs zudem gehemmt sein. Allen Social Entrepreneurs ist es gemein, dass sie dort Einkommen generieren, wo sie können, und ihre Dienstleistung nicht verschenken. Und: Social Entrepreneurs, die profitabel werden, reinvestieren Gewinne wieder, um ihre Wirkung dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.

Es hat nur ein paar Jahre gedauert, um in Österreich aus einem unbekannten Begriff – Social Entrepreneurship – zuerst eine Nische, dann einen Trend zu machen.

Die meisten Social Entrepreneurs sind freilich noch nicht am Ziel, sondern noch auf dem Weg. Auf diesem Weg treffen sie zunehmend auf Ihres Ihresgleichen, und das gibt Kraft. Laut einer kürzlich publizierten Studie der WU gibt es bereits an die 2000 Sozialunternehmen in Österreich, mit starkem Wachstumstrend.

Wir bei Ashoka sind davon überzeugt  das sie nur die Speerspitze einer neuen Bewegung von Unternehmen sind, die sich Fragen: Wie können wir mit unserem Unternehmergeist und Kerngeschaeft zum Wohl der Gesellschaft beitragen? Wie verankere ich einen tiefen Sinn in meiner Organisation? Hier gibt es noch vielmehr Unternehmen, die neue Ansätze erproben und experimentieren. Das eröffnet eine grosse Vielfalt an gesellschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Gleichzeitig verändern diese sozialen Innovationen, die gerade als Antwort auf unsere Herausforderungen entwickelt werden, Märkte, und schaffen Neue: im Einzelhandel, Wohnbau, Gesundheit, Pflege oder Bildung. Hier gibt es riesen Potenzial, das noch wartet, erschlossen zu werden.

Um diese Potenziale zu heben, braucht es Viele.

Aus unseren Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit führenden SozialunternehmerInnen lässt sich ein Prinzip erkennen, das ein Motto für die nächste Phase der Entwicklung von Social Entrepreneurship werden könnte: „It takes a village to raise a child“. Es braucht ein Dorf, wir nennen es die Machbarschaft, um sozialen Innovationen zum Durchbruch zu verhelfen. Statt einzelner Förderer brauchen soziale Innovationen ein ganzes Ökosystem, um erfolgreich zu wachsen. In diesem werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlichen Reifephasen der sozialen Innovationen Profis für die verschiedensten Aufgaben gebraucht: Strategieentwickler und Wirkungsexperten, Förderer und Botschafter, Mitunternehmer und Türöffner, Coaches und Rechtsprofis, Politikexperten und Sozialstaatskenner.

Und egal, wie erfolgreich die Organisation eines Social Entrepreneurs wird, kaum eine wird es schaffen, „ihr“ gesellschaftliches Problem direkt und allein zu lösen. Indirekte und offene Strategien der Einbindung und Veränderung bestehender Organisationen sind die Schlüssel zu ihrem eigenen Durchbruch. Nur gemeinsam kann die große Aufgabe gelingen: neue, wirksame Lösungen für gesellschaftliche Probleme großflächig zu verankern.
Die gute Nachricht ist: Je mehr gute Beispiele es gibt, desto mehr Menschen fühlen sich angezogen, über ihre eigene professionelle Rolle nachzudenken und aktiv zu werden, ob in Voll- oder Teilzeit, als Mitunternehmer, Begleiter oder Intrapreneur.

Die Frage ist: Mit welchen Menschen, mit welchen Ideen für gesellschaftlichen Wandel möchten sie sich verbinden. Was ist Ihre Rolle in der Machbarschaft?

Wer ist Ashoka:

Ashoka ist das globale Netzwerk zur Förderung von führenden Social Entrepreneurs. Ashoka unterstützt sie dabei, ihre Lösungen dorthin zu verbreiten, wo sie gebraucht werden. Daneben ist Ashoka in weiteren Initiativen aktiv, durch die Rahmenbedingungen für Social Entrepreneurship in Österreich verbessert werden können.

Hier ein kurzer Überblick über die Rollen in der Machbarschaft, und wer dringend gebraucht wird:

1)    Standortvertreter:
Sie lieben Innovation und wollen sie auch bei sich vor Ort ansiedeln? Sie kennen sich hervorragend mit kommunalen Strukturen aus und können SozialunternehmerInnen helfen, ihre Ideen in Städte und Gemeinden zu tragen?

•    Engagierte Bürgermeister, Landesräte und Sozialreferenten
•    Vertreter lokaler Hilfsorganisationen
•    Lokale Unternehmer
•    Vertreter von lokalen Stiftungen und Vereinen
•    Beratungsprofis für den Kommunalkontext

2)    Öffentliche Entscheider
Sie möchten gerne die Brücke in die Politik und Verwaltung schlagen und auf Bundes- und Landesebene Social Entrepreneurs bessere Rahmenbedingungen verschaffen?

•    Engagierte Mitglieder des Parlaments und der Landtage
•    Engagierte Experten und Entscheidungsträger auf Bundes und Landesebene
•    Vertreter der Hilfsorganisationen
•    Politikberater

3)    Kooperationsbauer
Sie arbeiten in der Wirtschaft oder Sozialwirtschaft und können soziale Innovation und (Sozial-)Wirtschaft zusammendenken? Sie haben verstanden, dass soziale Probleme nur mit Brücken zwischen Sektoren gelöst werden können?

•    Querdenker aus Sozialwirtschaft und Wohlfahrt
•    Engagierte Familienunternehmen und Großunternehmen
•    Entscheider in Stiftungen, die übersektorale Netzwerke aufbauen

4)    Startförderer
Sie fördern Social Entrepreneurs in der ersten Stunde, für die ersten Prototypen ihres Wirkungsmodells? Oder gar schon früher in ihrer Persönlichkeitsentwicklung?

•    Staatliche Gründerförderer aus dem Wirtschafts-, Wissenschafts- und Sozialressort
•    Bildungsinteressierte Unternehmer und Stiftungen für die Arbeit von SozialunternehmerInnen an Schulen und Universitäten

5)    Wachstumsermöglicher
Sie führen SozialunternehmerInnen durch das »Tal des Todes« zwischen Ende der Startförderung und stabilem Finanzierungsmodell?

•    Mutige und kreative Investoren
•    Stiftungen, die auch nach der Pilotförderung Capacity Building unterstützen wollen
•    Unternehmer und Unternehmen, die mit langem Atem unterstützen wollen

6)    Organisationsstärker
Sie sind Experte für ein Spezialthema wie Recht, Steuern, Kommunikation, Strategie oder Wirkungsmessung und wollen Social Entrepreneurs mit zum Erfolg führen?

•    Politikberater
•    Organisationsentwickler
•    Digitalstrategen
•    Softwareentwickler und Webdesigner
•    Meinungsmacher und Storyteller

7)    Ratgeber
Sie wissen, wie man als Coach oder Beirat Menschen und Organisationen ganzheitlich begleitet? Sie könnenSocial Entrepreneurs helfen, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden?

•    Erfahrene Beiräte aus Wirtschaft, Politik oder drittem Sektor
•    Professionelle Coaches, Trainer und Mentoren

8)    Mitunternehmer
Sie wollen gemeinsam mit Ashoka etwas gründen? Oder gemeinsam mit SozialunternehmerInnen unternehmerische Verantwortung übernehmen?

•    Mutige Unternehmerpersönlichkeiten mit Lust auf neue Themen

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