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Interkulturelles Projekt ‚MiMi‘ von Ashoka Fellow Ramazan Salman feiert neue GesundheitslotsInnen in Wien

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von ashokaaustria

Seit Jahren bildet Ashoka Fellow Ramazan Salman mit seinem Gesundheitsprogramm MiMi – mit Migranten für Migranten – erfolgreiche, gut integrierte Migranten zu Mediatoren aus und integriert mit deren Hilfe Migranten in das öffentliche Leben in Deutschland. Die Volkshilfe Wien hat das Projekt nach Wien gebracht, und feiert jetzt die Absolvierung von 21 neue Mediatoren, die MiMi ‚GesundheitslotsInnen.‘

 

Interkulturelles Projekt der Volkshilfe Wien von Migrantinnen für MigrantInnen 

Am 1. Juni 2015 erhielten 21 neue MiMi GesundheitslotsInnen ihr verdientes Zertifikat. Die feierliche Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des neuen Zentrums für Pflege & Betreuung der Volkshilfe Wien statt. MiMi ist ein erfolgreiches, interkulturelles Gesundheitsprogramm, das vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres sowie der Gebietskrankenkassen für Wien und Oberösterreich gefördert wird.

Seit über zwei Jahren werden gut integrierte MigrantInnen in Kursen der Volkshilfe Wien und Oberösterreich zu ehrenamtlichen GesundheitslotsInnen ausgebildet, um andere Migrantinnen über Gesundheitsthemen zu informieren. Denn nach wie vor gibt es in Österreich Menschen mit Migrationshintergrund, die über ihren Gesundheitsbedarf nicht ausreichend informiert sind. Sie haben keine gleichwertige Chance auf ein gesundes Leben. Präventive Maßnahmen werden sehr häufig nicht wirksam und passende Anlaufstellen nicht vorsorglich aufgesucht.

 

BILD zu OTS - Viele neue GesundheitslotsInnen freuen sich auf Ÿber ihre wohlverdienten Zertifikate.

Bild von APA – Viele neue GesundheitslotsInnen freuen sich auf üŸber ihre wohlverdienten Zertifikate.

 

Von MigrantInnen für MigrantInnen
Die Ausbildung der MiMi-GesundheitslotsInnen umfasst 50 Lehreinheiten zu den Themen Österreichisches Gesundheitssystem, Ernährung & Bewegung, Migration & Gesundheit, Seelische Gesundheit sowie Alter, Pflege & Gesundheit. Zusätzlich erhalten die LotsInnen verschiedene muttersprachliche Materialien und ein ausführliches Register mit Kontaktadressen, die sie nutzen bzw. weitergeben können. Alle Materialien liegen in neun Sprachen vor.

Danach beginnt für die interkulturellen GesundheitslotsInnen die eigentliche Arbeit: Ihre Aufgabe ist es, Informationsveranstaltungen zu den geschulten Gesundheitsthemen in MigrantInnen- Communities zu organisieren und das Erlernte in der jeweiligen Muttersprache und in kultursensibler Art und Weise weiterzugeben. Ziel ist es, bei Menschen mit Migrationshintergrund die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und für Maßnahmen der Prävention zu stärken und langfristig einen Beitrag für gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu leisten.

Insgesamt konnten innerhalb von zwei Jahren im Rahmen von vier Schulungen in Wien und einer Schulung in Oberösterreich 117 LotsInnen ausgebildet werden. Diese haben alleine im letzten Jahr 239 Infoveranstaltungen abgehalten und dabei direkt 2779 Personen erreicht. Rechnet man noch die Personen dazu, die durch Informationsweitergabe in der Familie und im Freundeskreis davon profitieren, so kann man von mehr als 6500 Personen ausgehen. Die TeilnehmerInnen in den Infoveranstaltungen kamen 2014 aus 86 verschiedenen Ländern, allen voran aus der Türkei (21%) und aus Russland (20%). MiMi hat daher einen sehr großen Wirkungskreis und ist u. a. auch deshalb von der WHO als best-practise-Modell gewürdigt worden.

In seiner Eröffnungsrede betonte DSA Walter Kiss, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement der GesundheitslotsInnen sei. Die Volkshilfe Wien sei stolz, dieses integrations- und gleichberechtigungsfördernde Projekt durchzuführen. Mag. Verena Grünstäudl bedankte sich im Namen des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres bei den GesundheitlotsInnen für ihre unermüdliche Leistung im Sinne von Integration und Gesundheitsförderung. Dr. Bernd Leinich von der Wiener Gebietskrankenkasse würdigte die Tätigkeit der GesundheitslotsInnen als wertvolle BrückenbauerInnen zwischen den Kulturen.

Mag. Stephan Amann, MAS MBA, Leiter der Integrationsabteilung der Volkshilfe Wien und des MiMi-Programms Österreich hielt einen spannenden Vortrag über die Entwicklung von MiMi. Zudem gab er einen Ausblick auf Ende 2015, wo eine neue Schulung und entsprechendes Material zum Thema Kindergesundheit vorliegen werden. Ebenso referierte Ashoka Fellow Ramazan Salman, Dipl.-Sozialwissenschaftler, Medizinsoziologe Geschäftsführer und Mitbegründer des Ethno-Medizinischen Zentrums, über MiMi in Deutschland und Europa. Es war ein gelungener, schöner Anerkennungsabend bei dem sich viele, interessante Dialoge und Diskussionen ergaben.

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